Archive for the ‘Kaufberatung’ Category

Laufbekleidung

Sonntag, August 29th, 2010


Waren früher noch Trainingsanzüge, T-Shirts u.ä. aus Baumwolle das Optimum an atmungsaktiver und funktioneller Sportbekleidung, so haben in den letzten Jahrzehnten die Entwicklungen immer weiter verbesserter Kunstfasern die Weisheiten von Damals Lügen gestraft.

Diese hochtechnologischen Chemiefasern haben den Begriff Atmungsaktivität um eine wichtige Funktion erweitert: den Feuchtigkeitstransport. Dieser Trend zu immer funktionellerer Bekleidung hat natürlich auch im Laufsektor seine Spuren hinterlassen.

Die Funktionelle Laufbekleidung von heute muß gleichzeitig schweiß nach außen transportieren, Luft an die Haut lassen, vor Kälte schützen und wenn es möglich wäre auch noch gänzlich vor Nässe schützen. Kurz gesagt diese Bekleidung muß die perfekte Klimaanlage in textiler Form darstellen.
Der Schweißtransport und die Atmungsaktivität funktionieren hierbei wie bei jeder Funktionsbekleidung auf dem Prinzip „vom Überfluss zum Mangel“, also von der Produktionsstelle (Haut) zum Verteiler (aüßere Bekleidungsschicht) zum Endabnehmer (Umgebungsluft), und basieren auf den Eigenschaften der verwendeten Materialien, die nicht in der Lage sein dürfen, Feuchtigkeit zu speichern und der möglichst engen Passform der Bekleidung (hauteng). Gerade beim Laufen ist auf Grund der hohen Schweißproduktion ein sofortiger Abstransport notwendig.

Dieser Abtransport von Schweiß gewährleistet, daß der Körper trocken bleibt, und somit nicht unterkühlen kann. Die Luftzirkulation im Bekleidungssystem aus Unterwäsche, Oberbekleidung und Jacke trägt andererseits dazu bei, daß der Körper auch nicht überhitzt. Aufgeraute Laufhosen und -hemden für den Wintereinsatz bewirken einen Lufteinschluß, der Wärmeisolierend wirkt, und der Auskühlung zusätzlich entgegenwirkt.

Das größte Missverständnis besteht immer noch bei den Laufjacken. Der kunde erwartet hier vor Regen geschützt zu werden, übersieht hierbei jedoch die tatsächliche Funktion einer Laufjacke. Diese Besteht in erster Linie in der Winddichtigkeit, dem Feuchtigkeitstransport und der Luftzirkulation, also der Klimaregulierung.
Heutige Membranen wie GoreTex oder Sympatex sind allerdings leider noch nicht in der Lage, das gesammte, beim Laufen entstehende Schweißaufkommen nach außen zu transportieren, geschweigedenn für eine ausreichende Luftzirkulation zu sorgen.
Außerdem: Welchen Läufer interessiert es nach ein paar Kilometern noch, ob er von innen oder von außen nass wird?!?

Regenmuffel können aber dennoch hoffen: in den vergangenen Jahren hat die Entwicklung immer Leistungfähigerer Membranen z.B. bei VauDe und Sympatex zur Entdeckung einer Membrane geführt, die immerhin schon nicht nur Wasserdampf, sondern auch flüssiges Wasser von der Innen- an die Außenseite transportieren kann.

Das Nächstwichtige nach der Funktion ist natürlich die Passform: hauteng, ohne Scheuerstellen (=> Flachnähte) und, nicht zu vergessen, bequem.

Skateboard

Sonntag, August 29th, 2010


Ein Skateboard besteht überwiegend aus Holz, das in sieben Schichten übereinander verklebt wird. Hierbei werden zumeist drei verschiedene Holzsorten verwendet (Aspen Holz, Eiche und Ahorn). Je aufwendiger ein Brett verarbeitet ist, desto höher wird seine Widerstandsfähigkeit für Slides und Sprünge. Dennoch ist des Haltbarkeit des Bretts natürlich begrenzt, und um diese trotz hoher Belastungen zu erhöhen sollte es z.B. keinerlei Feuchtigkeit oder Nässe ausgesetzt werden, da sonnst das Holz aufquellen kann.
Heutige Bretter unterscheiden sich hauptsächlich durch ihre Abmessungen und Shapes (Formen), die das Fahrverhalten unterschiedlich beeinflussen.
Die Achsen werden aus Aluminium, Titan oder aus einem Aluminium-Magnesium-Gemisch gegossen und setzen sich aus mehreren Teilen zusammen, deren Konstruktionsweise und Qualität für die Stabilität der Achse maßgeblich sind. Am häufigsten zu erneuernde Teile sind hie die Lenkgummis, die es in unterschiedlichen Härtegraden gibt, sowie der Kingpin (Verbindungsschraube), der beim Grinden und Springen besonderen Belastungen ausgesetzt ist, und somit öfters brechen kann.

Die Rollen gibt es ähnlich wie beim Inlineskaten in verschiedenen Durchmessern und Härtegraden, wobei Skateboardrollen bedeutend kleiner und härter sind (48 bis 65 mm; 89 bis 104 A).
Bei den Kugellagern werden in erster Linie solche verwendet, die ein wenig mehr Spiel haben, und somit nicht beim ersten härteren Schlag (Aufkommen nach einem Sprung o.ä.) den Geist aufgeben.

Heimtrainer

Sonntag, August 29th, 2010


Seit Jahrzehnten treibt es die Menschen dazu, in der Ruhe und Wetterunabhängigkeit ihrer eigenen vier Wände Sport zu treiben. Hierzu wurden mit der Zeit unendliche Varianten von Heimtrainingsgeräten entwickelt, die dies ermöglichen, aber natürlich auch Einsatz in modernen Fitnesstudios finden.
Hierbei hat sich vor allem das inzwischen schon klassisch zu nennende Heimfahrad durchgesetzt. Dieses Gerät basiert auf dem Bewegungsablauf des Fahradfahrens, wobei hier jedoch anstelle eines Rades eine Schwungmasse bewegt wird. Um den den Widerstand und somit die Trainingsintensität kontrollieren zu können muß diese Schwungmasse abgebremst werden. Dies geschah zunächst über ein Band, daß über die Schwungmasse gespannt wurde, und zumeist über einen Drehmechanismus in der Spannung verändert werden konnte (Bandbremssystem). Heutzutage werden jedoch die allermeisten Heimfahräder über ein Magnetbremssystem kontrolliert, bei dem ein starker Magnet, dessen Abstand zur Schwungmasse verändert werden kann, diese abbremst. Da dieses System nahezu verschleißfrei arbeitet und eine bedeutend bessere Laufruhe (hier spielt allerdings auch die Schwungmasse selbst eine Rolle) bietet hat es sich inzwischen trotz seiner etwas höheren Produktionskosten weitestgehend durchgesetzt.
Neben dem Heimfahrad ist hier auch das nahezu baugleiche Ergometer zu nennen, das aufgrund seiner erweiterten Funktionalität auch zu medizinisch erforderlichem und kontrolliertem Training eingesetzt werden kann. Während normale Heimtrainer „lediglich“ eine recht unpräzise Einstellung der Trainingsintensität ermöglichen kann ein Ergometer die exakte, vom Sportler aufzubringende Leistung (in Watt) anzeigen. Hierbei ist wiederum zwischen einem Drehzahlabhängigen und einem Drehzahlunabhängigen Ergometer zu unterscheiden. Während bei dem Drehzahlabhängigen Ergometer der Sportler selbst ein Auge darauf werfen muß, wieviel Watt er gerade leistet, wird bei einem Drehzahlunabhängigen Ergometer der Widerstand automatisch so geregelt, daß der Sportler nicht mehr oder weniger Kraft aufbringt, als vorher programmiert wurde (für diese Geräte gibt es zumeist auch Anschlußmöglichkeiten und spezielle Software zur erweiterten Nutzung mit einem PC).

Hierüber hinaus haben sich in den letzten Jahren auch immer mehr die sogenannten Eliptical- (oder Cross-) Trainer durchgesetzt, deren Bewegungsablauf eine Mischung aus Treppensteigen und Radfahren (bzw. Laufen) darstellt, und so ohne Gelenkschädigende Erschütterungen nahezu alle Muskelgruppen trainiert.

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Tennis

Sonntag, August 29th, 2010


Der Tennisspieler spricht üblicherweise immer von einem Schläger. Dieser besteht jedoch immer aus zwei Bauteilen: dem Rahmen und der Besaitung. Der Rahmen wiederum gliedert sich in drei Zonen: Schlägfläche, Herz und Griff. Bei der Schlägfläche werden unterschiedliche Größen angeboten, die entweder in Quadratzentimetern oder in Square-inches angegeben werden. Die Bandbreite wird grob in drei Bereiche unterteilt:
MIDSIZE: bis 620 qcm
MID-PLUS: 620 bis 670 qcm
OVERSIZE: 670 qcm und größer.
Die vom Internationalen Tennisverband ITF vorgeschriebene maximale Saitenlänge beträgt längs 39,37 cm und quer 29,21 cm. Die Festigkeit eines Tennisrahmens resultiert als Gesamtergebnis aus den Faktoren:
_ Materialauswahl und
_ Rahmengeometrie, d. h. der Auslegung der Maße der einzelnen Bauteile. Die unterschiedlichen Biege- und Torsionssteifigkeiten beeinflussen also die Spieleigenschaften. Grundsätzlich läßt sich feststellen:
_ mehr Steifigkeit bewirkt mehr Ballgeschwindigkeit
_ größere Elastizität erzielt mehr
_ Ein Tennisracket besteht aus zwei Bauteilen: Rahmen und Besaitung.
_ Der Rahmen besteht aus drei Zonen: Schlagfläche, Herz und Griff.
_ Die Schlagfläche wird grob in drei Größenklassen unterteilt: Midsize, Mid-Plus und Oversize.
_ Die Festigkeit eines Schlägerrahmens wird durch Material und Geometrie beeinflußt.
_ Je länger die Längssteifigkeit eines Rahmens, desto höher die Gesamtpower.

Spielkomfort und vermittelt ein besseres Ballgefühl. Für die Spieleigenschaften eines Tennisschlägers sind auch das tatsächliche Gewicht und die Balance des Rahmens von großer Bedeutung. Schwere und kopflastige Schläger haben eine größere Massenträgheit und bewirken mehr Schlagkraft. Leichte und grifflastige Schläger haben eine niedrigere Massenträgheit und erzielen weniger Schlagkraft. Leichtere aber dafür ausgewogene Rackets erzeugen ebenfalls mehr Schlagkraft, ohne durch ihr Gesamtgewicht dem Spieler zuviel Krafteinsatz abzuverlangen. Besonders technisch gute Spieler wählen die Balance oft nach ihrer Spielanlage aus, ob sie nun mehr zum Grundlinienspiel oder Offensivspiel
neigen. Für die Durchbiegesteifigkeit des Rahmens (Längssteifigkeit) ist die Profilhöhe, für die Torsionssteifigkeit (Quersteifigkeit) das Rahmenprofil entscheidend. Die Faustformel lautet: Je größer die Längssteifigkeit eines Rackets, desto höher ist seine die Gesamtpower.

Der süße Punkt
Das Spielverhalten des Tennisrahmens wird sehr stark durch die Lage, Form und Größe der Schlagfläche bestimmt. In der Mitte der Schlagfläche liegt der Sweetspot oder Sweetpoint. Die größte Elastizität der Besaitung ist im geometrischen Mittelpunkt vorhanden, dort wo sich die Längs- und Quersaiten kreuzen. In diesem Besaitungszentrum wirken die Elastizität der Besaitung und das Massenträgheitsmoment des Rahmens zusammen und erzeugen im Sweetspot die beste Ballbeschleunigung und Ballkontrolle.

RACKET
Durch den Einsatz eines Titanium-Graphit-Verbunds ist es den Racket-Herstellern gelungen, die positiven Eigenschaften der
beiden Materialien miteinander zu verbinden. Dabei werden zum einen die isotrophen Eigenschaften des Metalls im Hinblick auf die höhere Torsionssteifigkeit und andererseits auf das geringe Gewicht der Hochmodul-Graphitfaser miteinander kombiniert. Durch die Zugabe von Titanium ist es möglich geworden, die Druckfestigkeit des neuartigen Composites deutlich
zu erhöhen. Erst die Kombination beider Materialien ermöglicht eine derart leichte Konstruktion. Aufgrund dieser einzigartigen Materialverbindung ist es 1998 gelungen, das weltweit leichteste Power-Racket mit dem besten Handling zu entwickeln. Der Schläger aus dem Hause Head wiegt nur noch ganze 225 Gramm.

Alles im Griff
Der Griff ist das Steuerzentrum eines Tennisschlägers, das Verbindungsglied zwischen Mensch und Racket. Die Hersteller
kennen zwei Griffarten. Beim Prepreg-Griff wird der Griff bei der Verpressung mitausgeformt. Das bedeutet auf der einen Seite Gewichtsreduktion, auf der anderen Seite eine schwierige Verplanung. Die Griffschalen werden bei der Endfertigung aufgeklebt. Dadurch sind sie auswechselbar – auch im Handel. Der Griffumfang wird in 60 mm Abstand vom Griffende gemessen. Die Maße der Griffstärken sind nicht genormt und schwanken je nach Hersteller und Modell. Wie findet man die richtige Griffstärke? Die Hand soll den Griff so umschließen, daß ein Fingerbreit zwischen Fingerspitzen und Handballen paßt. Je besser der Spieler, desto geringer kann dieser Abstand sein. Der Trend geht heute im allgemeinen zu
dünneren Griffen. Als zentrale Größen gelten für Damen 2 oder 3, für Herren 3 oder 4 der englischen Griffgrößenbezeichnung.

Auswahlverfahren
Die Wahl des für den jeweiligen Tennisspieler richtigen Rackets kann ein sehr verwirrender und schwieriger Prozeß sein. Das „Swing Style Rating Chart“ von Head löst dieses Problem, indem es den Schwungstil des Spielers näher analysiert. So kann das richtige Racket für die entsprechende Spielweise und den Schwungstil ausgewählt werden. Swing Style, zu deutsch Schwungstil, ist der entscheidende Faktor bei der Wahl des richtigen Rackets. Das „Swing Style Rating Chart“ basiert auf den Dimensionen
– L (Long) für einen langen und schnellen sowie
– S (Short) für einen kurzen, kompakten Schwung.
Bei einem schnellen, langen und eher aggressiven Schwungstil benötigt der Spieler ein Racket, das flexibel ist und ein optimales Gefühl und optimale Kontrolle gewährleistet. Bei einem Schwungstil, der durch mittellange und mittelschnelle Aushol- und Zuschlagbewegungen gekennzeichnet ist, wie ihn die meisten Tennisspieler haben, wird ein Racket benötigt, das eine optimale Kombination von Kontrolle und Power bietet. Anders die Anforderungen bei einem kurzen, kompakten und eher langsamen Schwungstil: Hier braucht der Spieler ein steifes und leichtes Racket für viel Power und leichtes Handling.

Racket-Service

Das A und O, daß einen Kompetenten Fachhandel für Tennis-, Squash- und Badmintonschläger (Rackets) ausmacht ist der richtige Service. Hierdurch wird Vertrauen beim Kunden geschaffen und dessen dauerhafte Zufriedenheit sichergestellt.

Zum richtigen Service gehört natürlich nicht nur die kompetente Beratung, sondern auch das richtige Auswechseln von Griffbändern, die individuell richtige Besaitung eines jeden Schlägers für den jeweiligen Spieler und ein umfangreiches Angebot von Testschlägern (insbesondere bei Tennisschlägern).

Das Griffband bildet die direkte Verbindung zwischen Spieler und Schläger, muß Schweiß von den Händen aufnehmen, möglichst rutschfest, also griffig sein und übernimmt gleichzeitig einen Anteil an der Vibrationsdämpfung. Ist es abgenutzt und kann diese Funktionen nicht mehr übernehmen, muß es ausgewechselt werden.
Beim Auswechseln des Griffbandes ist besonders darauf zu achten, daß das Band richtig gespannt und mit einer möglichst geringen Überlappung der Windungen angebracht wird. Am Schluß muß es auf die richtige Länge gekürzt und mit Tape fixiert werden.

Die Besaitung des Schlägers wirkt sich direkt auf dessen Spielverhalten, und damit auf das Spielgefühl aus, daß dem Spieler vermittelt wird. Neben den unterschiedlichen Eigenschaften der Verschiedenen Saiten spielt aber auch die Durchführung und Qualität der Besaitung eine Rolle.
Hierbei ist vor allem auf drei Punkte zu achten:
die Bespannungshärte: ist meist an den Schlägern abzulesen, kann aber auch aus Nachschlgewerken wie z.B. dem „Tennisschlägerlexikon“ entnommen werden
das Besaitungsbild: ist meist an den Ösen, das bedeutet an deren Anordnung oder Verformung (Schläger, die bereits besaitet waren) zu erkennen; auch hier gibt im Zweifelsfall das „Tennisschlägerlexikon“ Auskunft
das richtige Einspannen des Schlägers in die Maschine: der Schläger muß richtig fixiert sein, darf aber nicht durch die Spannung deformiert werden!

Jetzt muß die Saite nur noch richtig und ohne zusätzliche „Muster“ auf den Schläger aufgezogen und gespannt werden.

Das wichtigste Serviceangebot, das sich direkt auf den Verkauf auswirkt ist ein umfangreiches Angebot an Testschlägern. Das Spielverhalten eines jeden Schlägers unterscheidet sich alleine schon auf Grund der unterschiedlichen Materialien und Rahmenkonstruktionen von anderen Schlägern. Daraus folgt natürlich, daß genau wie bei einem Autokauf eine „Probefahrt“ nahezu unumgänglich ist. Wer also angesichts des heutigen Preiskampfes auf dem Racketmarkt (Internetversender) noch zu halbwegs interessanten Margen seine Schläger verkaufen will, der sollte seinen Kunden auch die Möglichkeit bieten jeden angebotenen Schläger zu testen.

Die Tennissaite

Der Racket-Rahmen ohne Bespannung ist wie ein Auto ohne Motor. Ihm fehlte das Energiezentrum. Erst Rahmen und Bespannung zusammen ergeben eine Einheit.

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Schlafsäcke

Sonntag, August 29th, 2010

Die Hauptaufgabe eines Schlafsacks liegt in der Wärmeisolation durch das Einschließen von Luft und Körperwärme, sowie den Feuchtigkeitstransport nach außen. Diese Funktion wird durch unterschiedliche Materialien und Konstruktionen in unterschiedlichem Maß erfüllt.
Für die Wärmeisolation ist das Füllmaterial maßgeblich verantwortlich. Hierbei spielt vor allem der Loft (die Füll- oder Bauschkraft) des Füllmaterials eine Rolle. Dieser wird in cubikinch (cuin) angegeben und bezeichnet das vom Material erzeugte Volumen bei einem bestimmten Gewicht (eine Unze = 28,35 Gramm). 300 bis 500 cuin sind hierbei als zufrieden-stellend, ab 500 cuin als gut, und ab 600 cuin als sehr gut zu bewerten.
Das Außenmaterial sollte winddicht, Faser- bzw. Daunenundurchlässig sein und Feuchtigkeit an die Umgebungsluft abgeben können, während der Innenbezug Feuchtigkeit aufnehmen und sich auf der Haut angenehm anfühlen soll. Das Füllmaterial hingegen muß dazwischen die Feuchtigkeit transportieren und gleichzeitig eine der Anwendung entsprechende Wärme-isolation bieten.
Bei den Füllmaterialien kann generell zwischen einem Daunen-/Federgemisch und einer Kunstfaserfüllung ausgewählt werden.

Daunenfüllungen:
Bei Daunenfüllungen kommt es neben der Herkunft, dem Alter und der Tierart auch auf das Mischungsverhältnis an. Übliche Mischungsverhältnisse (Daune/Federn in Gewichts-Prozent-Angaben) sind 50/50 bis 90/10. Zu empfehlen sind Daunenschlafsäcke, wenn kleines Packmaß und geringes Gewicht gefragt sind.
Eigenschaften:
bessere Isolationswerte und ausgezeichnete Klimatisierung
sehr gutes Verhältnis zwischen Gewicht und Packmaß
empfindlich gegen Feuchtigkeit/Nässe, anspruchsvoll in der Pflege

Kunstfaserfüllungen:
Kunstfasern sind weich, antibakteriell, antiallergisch, wasserdampfdurchlässig und vor allem feuchtigkeitsunempfindlich.Die Qualität der Oberflächenbehandlung entscheidet über die Bauschfähigkeit der Füllung. Deshalb ist die Faser mit einer Silikonschicht ummantelt.
Eigenschaften:
je nach Faserart und Verarbeitung gute bis sehr gute Isolationswerte, äußerst strapazierfähig
unempfindlich gegen Feuchtigkeit, pflegeleicht
schwerer als Daunenfüllungen, größeres Packmaß

Die Füllung, ob Daune oder Kunstfaser, darf nicht verrutschen und soll auch die Bauschfähigkeit nicht verlieren. Je nach Qualitätsanspruch werden mehr oder weniger aufwendige Stepparten eingesetzt.
Durchgesteppte Naht: einfachste Art der Steppung, hauptsächlich bei preiswerten Sommer-Schlafsäcken. Die Naht geht durch Außenstoff, Füllung und Innenstoff. Dadurch entstehen Kältebrücken an den Nähten.
Thermo-Steppungen: 2 oder mehrere Lagen, parallel oder versetzt übereinander gelegt und meist durch ein hauchdünnes Trägermaterial fixiert, aber nicht durchgenäht. Hier gibt es unterschiedliche Arten:
H-Kammer-Steg-System: senkrechte Wände, Innen- und Außennähte bleiben durch die Stege auf Distanz (Daune)
Schrägkammer-Steg-System: Stege versetzt mit Innen- bzw. Außenmaterial vernäht, Füllung überlappt, keine Kältebrücken bei vollem Loft (Daune)
V-Kammer-Steg-System: Stege V-Förmig eingenäht, noch bessere Fixierung der Füllung bei vollem Loft (Daune)
Sandwich-Konstruktion: das Füllmaterial wird ein- oder mehrlagig mit Außen- und Innenmaterial vernäht (Kunstfaser)
Schindelkonstruktion: Lagenweise überlappendes Kunstfaserfleece (vergl. Dachziegel), keine Kältebrücken

Kletterausrüstung

Sonntag, August 29th, 2010


Die richtige Kletterausrüstung setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Dies beginnt bereits bei der möglichst enganliegenden und atmungsaktiven Bekleidung, setzt sich über die ebenfalls möglichst eng sitzenden Kletterschuhebis hin zum Klettergurt, Seil, verschiedenen Karabinern, Express-Schlingen, Keilen und Sicherungsplatten fort.

Letztere gibt es in unzähligen Varianten, die einzig und allein der Sicherung an den Felswänden, bzw. durch den Sicherer dienen. Die Unterschiede liegen hierbei teilweise im Aufbau, aber auch in den verwendeten Materialien, sowie in der unterschiedlich einfachen Handhabung.
Die Seile sind vorwiegend aus Nylonfasern gearbeitet, wobei frei hängende Faserstränge von geflochtenen umgeben sind. Das Seil ist durchschnittlich 50 bis 70 Meter lang, und maßgeblich dafür verantwortlich, den Sturz des Kletterers aufzufangen. Es bedarf also auch einer gewissen Pflege, um Brüche im Material zu verhindern.

Der Klettergurt sollte so fest (eng) wie möglich am Körper sitzen, so daß bei einem Sturz keine unnötigen Verletzungen auftreten. Besonders ausgeprägte Konstruktionen im Rücken schützen die Wirbelsäule, und zahlreiche Schlingen am Gurt ermöglichen es eine ausreichende Menge an Klemmkeilen, Karabinern und Express-Schlingen griffbereit mit auf die Klettertour zu nehmen.

… und nicht den Helm vergessen. Jeder Mensch hat nur einen einzigen Kopf!