Der Tennisspieler spricht üblicherweise immer von einem Schläger. Dieser besteht jedoch immer aus zwei Bauteilen: dem Rahmen und der Besaitung. Der Rahmen wiederum gliedert sich in drei Zonen: Schlägfläche, Herz und Griff. Bei der Schlägfläche werden unterschiedliche Größen angeboten, die entweder in Quadratzentimetern oder in Square-inches angegeben werden. Die Bandbreite wird grob in drei Bereiche unterteilt:
MIDSIZE: bis 620 qcm
MID-PLUS: 620 bis 670 qcm
OVERSIZE: 670 qcm und größer.
Die vom Internationalen Tennisverband ITF vorgeschriebene maximale Saitenlänge beträgt längs 39,37 cm und quer 29,21 cm. Die Festigkeit eines Tennisrahmens resultiert als Gesamtergebnis aus den Faktoren:
_ Materialauswahl und
_ Rahmengeometrie, d. h. der Auslegung der Maße der einzelnen Bauteile. Die unterschiedlichen Biege- und Torsionssteifigkeiten beeinflussen also die Spieleigenschaften. Grundsätzlich läßt sich feststellen:
_ mehr Steifigkeit bewirkt mehr Ballgeschwindigkeit
_ größere Elastizität erzielt mehr
_ Ein Tennisracket besteht aus zwei Bauteilen: Rahmen und Besaitung.
_ Der Rahmen besteht aus drei Zonen: Schlagfläche, Herz und Griff.
_ Die Schlagfläche wird grob in drei Größenklassen unterteilt: Midsize, Mid-Plus und Oversize.
_ Die Festigkeit eines Schlägerrahmens wird durch Material und Geometrie beeinflußt.
_ Je länger die Längssteifigkeit eines Rahmens, desto höher die Gesamtpower.
Spielkomfort und vermittelt ein besseres Ballgefühl. Für die Spieleigenschaften eines Tennisschlägers sind auch das tatsächliche Gewicht und die Balance des Rahmens von großer Bedeutung. Schwere und kopflastige Schläger haben eine größere Massenträgheit und bewirken mehr Schlagkraft. Leichte und grifflastige Schläger haben eine niedrigere Massenträgheit und erzielen weniger Schlagkraft. Leichtere aber dafür ausgewogene Rackets erzeugen ebenfalls mehr Schlagkraft, ohne durch ihr Gesamtgewicht dem Spieler zuviel Krafteinsatz abzuverlangen. Besonders technisch gute Spieler wählen die Balance oft nach ihrer Spielanlage aus, ob sie nun mehr zum Grundlinienspiel oder Offensivspiel
neigen. Für die Durchbiegesteifigkeit des Rahmens (Längssteifigkeit) ist die Profilhöhe, für die Torsionssteifigkeit (Quersteifigkeit) das Rahmenprofil entscheidend. Die Faustformel lautet: Je größer die Längssteifigkeit eines Rackets, desto höher ist seine die Gesamtpower.
Der süße Punkt
Das Spielverhalten des Tennisrahmens wird sehr stark durch die Lage, Form und Größe der Schlagfläche bestimmt. In der Mitte der Schlagfläche liegt der Sweetspot oder Sweetpoint. Die größte Elastizität der Besaitung ist im geometrischen Mittelpunkt vorhanden, dort wo sich die Längs- und Quersaiten kreuzen. In diesem Besaitungszentrum wirken die Elastizität der Besaitung und das Massenträgheitsmoment des Rahmens zusammen und erzeugen im Sweetspot die beste Ballbeschleunigung und Ballkontrolle.
RACKET
Durch den Einsatz eines Titanium-Graphit-Verbunds ist es den Racket-Herstellern gelungen, die positiven Eigenschaften der
beiden Materialien miteinander zu verbinden. Dabei werden zum einen die isotrophen Eigenschaften des Metalls im Hinblick auf die höhere Torsionssteifigkeit und andererseits auf das geringe Gewicht der Hochmodul-Graphitfaser miteinander kombiniert. Durch die Zugabe von Titanium ist es möglich geworden, die Druckfestigkeit des neuartigen Composites deutlich
zu erhöhen. Erst die Kombination beider Materialien ermöglicht eine derart leichte Konstruktion. Aufgrund dieser einzigartigen Materialverbindung ist es 1998 gelungen, das weltweit leichteste Power-Racket mit dem besten Handling zu entwickeln. Der Schläger aus dem Hause Head wiegt nur noch ganze 225 Gramm.
Alles im Griff
Der Griff ist das Steuerzentrum eines Tennisschlägers, das Verbindungsglied zwischen Mensch und Racket. Die Hersteller
kennen zwei Griffarten. Beim Prepreg-Griff wird der Griff bei der Verpressung mitausgeformt. Das bedeutet auf der einen Seite Gewichtsreduktion, auf der anderen Seite eine schwierige Verplanung. Die Griffschalen werden bei der Endfertigung aufgeklebt. Dadurch sind sie auswechselbar – auch im Handel. Der Griffumfang wird in 60 mm Abstand vom Griffende gemessen. Die Maße der Griffstärken sind nicht genormt und schwanken je nach Hersteller und Modell. Wie findet man die richtige Griffstärke? Die Hand soll den Griff so umschließen, daß ein Fingerbreit zwischen Fingerspitzen und Handballen paßt. Je besser der Spieler, desto geringer kann dieser Abstand sein. Der Trend geht heute im allgemeinen zu
dünneren Griffen. Als zentrale Größen gelten für Damen 2 oder 3, für Herren 3 oder 4 der englischen Griffgrößenbezeichnung.
Auswahlverfahren
Die Wahl des für den jeweiligen Tennisspieler richtigen Rackets kann ein sehr verwirrender und schwieriger Prozeß sein. Das „Swing Style Rating Chart“ von Head löst dieses Problem, indem es den Schwungstil des Spielers näher analysiert. So kann das richtige Racket für die entsprechende Spielweise und den Schwungstil ausgewählt werden. Swing Style, zu deutsch Schwungstil, ist der entscheidende Faktor bei der Wahl des richtigen Rackets. Das „Swing Style Rating Chart“ basiert auf den Dimensionen
– L (Long) für einen langen und schnellen sowie
– S (Short) für einen kurzen, kompakten Schwung.
Bei einem schnellen, langen und eher aggressiven Schwungstil benötigt der Spieler ein Racket, das flexibel ist und ein optimales Gefühl und optimale Kontrolle gewährleistet. Bei einem Schwungstil, der durch mittellange und mittelschnelle Aushol- und Zuschlagbewegungen gekennzeichnet ist, wie ihn die meisten Tennisspieler haben, wird ein Racket benötigt, das eine optimale Kombination von Kontrolle und Power bietet. Anders die Anforderungen bei einem kurzen, kompakten und eher langsamen Schwungstil: Hier braucht der Spieler ein steifes und leichtes Racket für viel Power und leichtes Handling.
Racket-Service
Das A und O, daß einen Kompetenten Fachhandel für Tennis-, Squash- und Badmintonschläger (Rackets) ausmacht ist der richtige Service. Hierdurch wird Vertrauen beim Kunden geschaffen und dessen dauerhafte Zufriedenheit sichergestellt.
Zum richtigen Service gehört natürlich nicht nur die kompetente Beratung, sondern auch das richtige Auswechseln von Griffbändern, die individuell richtige Besaitung eines jeden Schlägers für den jeweiligen Spieler und ein umfangreiches Angebot von Testschlägern (insbesondere bei Tennisschlägern).
Das Griffband bildet die direkte Verbindung zwischen Spieler und Schläger, muß Schweiß von den Händen aufnehmen, möglichst rutschfest, also griffig sein und übernimmt gleichzeitig einen Anteil an der Vibrationsdämpfung. Ist es abgenutzt und kann diese Funktionen nicht mehr übernehmen, muß es ausgewechselt werden.
Beim Auswechseln des Griffbandes ist besonders darauf zu achten, daß das Band richtig gespannt und mit einer möglichst geringen Überlappung der Windungen angebracht wird. Am Schluß muß es auf die richtige Länge gekürzt und mit Tape fixiert werden.
Die Besaitung des Schlägers wirkt sich direkt auf dessen Spielverhalten, und damit auf das Spielgefühl aus, daß dem Spieler vermittelt wird. Neben den unterschiedlichen Eigenschaften der Verschiedenen Saiten spielt aber auch die Durchführung und Qualität der Besaitung eine Rolle.
Hierbei ist vor allem auf drei Punkte zu achten:
die Bespannungshärte: ist meist an den Schlägern abzulesen, kann aber auch aus Nachschlgewerken wie z.B. dem „Tennisschlägerlexikon“ entnommen werden
das Besaitungsbild: ist meist an den Ösen, das bedeutet an deren Anordnung oder Verformung (Schläger, die bereits besaitet waren) zu erkennen; auch hier gibt im Zweifelsfall das „Tennisschlägerlexikon“ Auskunft
das richtige Einspannen des Schlägers in die Maschine: der Schläger muß richtig fixiert sein, darf aber nicht durch die Spannung deformiert werden!
Jetzt muß die Saite nur noch richtig und ohne zusätzliche „Muster“ auf den Schläger aufgezogen und gespannt werden.
Das wichtigste Serviceangebot, das sich direkt auf den Verkauf auswirkt ist ein umfangreiches Angebot an Testschlägern. Das Spielverhalten eines jeden Schlägers unterscheidet sich alleine schon auf Grund der unterschiedlichen Materialien und Rahmenkonstruktionen von anderen Schlägern. Daraus folgt natürlich, daß genau wie bei einem Autokauf eine „Probefahrt“ nahezu unumgänglich ist. Wer also angesichts des heutigen Preiskampfes auf dem Racketmarkt (Internetversender) noch zu halbwegs interessanten Margen seine Schläger verkaufen will, der sollte seinen Kunden auch die Möglichkeit bieten jeden angebotenen Schläger zu testen.
Die Tennissaite
Der Racket-Rahmen ohne Bespannung ist wie ein Auto ohne Motor. Ihm fehlte das Energiezentrum. Erst Rahmen und Bespannung zusammen ergeben eine Einheit.
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