Archive for August, 2010

Schlafsäcke

Sonntag, August 29th, 2010

Die Hauptaufgabe eines Schlafsacks liegt in der Wärmeisolation durch das Einschließen von Luft und Körperwärme, sowie den Feuchtigkeitstransport nach außen. Diese Funktion wird durch unterschiedliche Materialien und Konstruktionen in unterschiedlichem Maß erfüllt.
Für die Wärmeisolation ist das Füllmaterial maßgeblich verantwortlich. Hierbei spielt vor allem der Loft (die Füll- oder Bauschkraft) des Füllmaterials eine Rolle. Dieser wird in cubikinch (cuin) angegeben und bezeichnet das vom Material erzeugte Volumen bei einem bestimmten Gewicht (eine Unze = 28,35 Gramm). 300 bis 500 cuin sind hierbei als zufrieden-stellend, ab 500 cuin als gut, und ab 600 cuin als sehr gut zu bewerten.
Das Außenmaterial sollte winddicht, Faser- bzw. Daunenundurchlässig sein und Feuchtigkeit an die Umgebungsluft abgeben können, während der Innenbezug Feuchtigkeit aufnehmen und sich auf der Haut angenehm anfühlen soll. Das Füllmaterial hingegen muß dazwischen die Feuchtigkeit transportieren und gleichzeitig eine der Anwendung entsprechende Wärme-isolation bieten.
Bei den Füllmaterialien kann generell zwischen einem Daunen-/Federgemisch und einer Kunstfaserfüllung ausgewählt werden.

Daunenfüllungen:
Bei Daunenfüllungen kommt es neben der Herkunft, dem Alter und der Tierart auch auf das Mischungsverhältnis an. Übliche Mischungsverhältnisse (Daune/Federn in Gewichts-Prozent-Angaben) sind 50/50 bis 90/10. Zu empfehlen sind Daunenschlafsäcke, wenn kleines Packmaß und geringes Gewicht gefragt sind.
Eigenschaften:
bessere Isolationswerte und ausgezeichnete Klimatisierung
sehr gutes Verhältnis zwischen Gewicht und Packmaß
empfindlich gegen Feuchtigkeit/Nässe, anspruchsvoll in der Pflege

Kunstfaserfüllungen:
Kunstfasern sind weich, antibakteriell, antiallergisch, wasserdampfdurchlässig und vor allem feuchtigkeitsunempfindlich.Die Qualität der Oberflächenbehandlung entscheidet über die Bauschfähigkeit der Füllung. Deshalb ist die Faser mit einer Silikonschicht ummantelt.
Eigenschaften:
je nach Faserart und Verarbeitung gute bis sehr gute Isolationswerte, äußerst strapazierfähig
unempfindlich gegen Feuchtigkeit, pflegeleicht
schwerer als Daunenfüllungen, größeres Packmaß

Die Füllung, ob Daune oder Kunstfaser, darf nicht verrutschen und soll auch die Bauschfähigkeit nicht verlieren. Je nach Qualitätsanspruch werden mehr oder weniger aufwendige Stepparten eingesetzt.
Durchgesteppte Naht: einfachste Art der Steppung, hauptsächlich bei preiswerten Sommer-Schlafsäcken. Die Naht geht durch Außenstoff, Füllung und Innenstoff. Dadurch entstehen Kältebrücken an den Nähten.
Thermo-Steppungen: 2 oder mehrere Lagen, parallel oder versetzt übereinander gelegt und meist durch ein hauchdünnes Trägermaterial fixiert, aber nicht durchgenäht. Hier gibt es unterschiedliche Arten:
H-Kammer-Steg-System: senkrechte Wände, Innen- und Außennähte bleiben durch die Stege auf Distanz (Daune)
Schrägkammer-Steg-System: Stege versetzt mit Innen- bzw. Außenmaterial vernäht, Füllung überlappt, keine Kältebrücken bei vollem Loft (Daune)
V-Kammer-Steg-System: Stege V-Förmig eingenäht, noch bessere Fixierung der Füllung bei vollem Loft (Daune)
Sandwich-Konstruktion: das Füllmaterial wird ein- oder mehrlagig mit Außen- und Innenmaterial vernäht (Kunstfaser)
Schindelkonstruktion: Lagenweise überlappendes Kunstfaserfleece (vergl. Dachziegel), keine Kältebrücken

Kletterausrüstung

Sonntag, August 29th, 2010


Die richtige Kletterausrüstung setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Dies beginnt bereits bei der möglichst enganliegenden und atmungsaktiven Bekleidung, setzt sich über die ebenfalls möglichst eng sitzenden Kletterschuhebis hin zum Klettergurt, Seil, verschiedenen Karabinern, Express-Schlingen, Keilen und Sicherungsplatten fort.

Letztere gibt es in unzähligen Varianten, die einzig und allein der Sicherung an den Felswänden, bzw. durch den Sicherer dienen. Die Unterschiede liegen hierbei teilweise im Aufbau, aber auch in den verwendeten Materialien, sowie in der unterschiedlich einfachen Handhabung.
Die Seile sind vorwiegend aus Nylonfasern gearbeitet, wobei frei hängende Faserstränge von geflochtenen umgeben sind. Das Seil ist durchschnittlich 50 bis 70 Meter lang, und maßgeblich dafür verantwortlich, den Sturz des Kletterers aufzufangen. Es bedarf also auch einer gewissen Pflege, um Brüche im Material zu verhindern.

Der Klettergurt sollte so fest (eng) wie möglich am Körper sitzen, so daß bei einem Sturz keine unnötigen Verletzungen auftreten. Besonders ausgeprägte Konstruktionen im Rücken schützen die Wirbelsäule, und zahlreiche Schlingen am Gurt ermöglichen es eine ausreichende Menge an Klemmkeilen, Karabinern und Express-Schlingen griffbereit mit auf die Klettertour zu nehmen.

… und nicht den Helm vergessen. Jeder Mensch hat nur einen einzigen Kopf!